Kroatien - die Karibik Europas
April 2nd, 2007 22:54 von Redaktion in SonstigesVon KRISTIN STANCIKAS
In Kroatien lockt die wohl schönste Natur Europas mit gastfreundlichen und netten Menschen.
Dobar dan i dobro došli u Hrvatsku! – Das heißt Guten Tag und Herzlich Willkommen in Kroatien! Das Land der Cevapcici hat viel zu bieten.
Um das Urlaubsland für uns Studenten erschwinglich zu machen (auch hier ist in den letzten Jahren so ziemlich alles teurer geworden), gibt es eine Reihe netter Campingplätze entlang der kroatischen Adria. Hier ist immer etwas los und das Meer ist im wahrsten Sinne des Wortes direkt vor der Tür.
Um euch an diesem schönen Land teilhaben zu lassen, lade ich euch heute zu einer Rundreise von Istrien (nordkroatische Halbinsel) über Rijeka, Krk, die Plitvicer Seen und Dubrovnik ein. Anreise: Wie kommt ihr am besten in das Land mit dem lustigen Umriss?
Ganz einfach: über München, dann in Österreich durch den Tauerntunnel, durch die italienischen Berge, dann durch Trieste (phänomenale Strecke, uriges italienisches Leben in engen Straßen direkt am Meer); über Slowenien gelangt ihr schließlich nach Istrien.
In Istrien gibt es bereits eine Menge zu sehen; und allein diese kleine Halbinsel reicht schon für mehr als zwei Wochen Urlaub. Unbedingt anschauen müsst ihr euch den Limfjord, wenn es Richtung Rijeka und Pula geht. Der Limford ist ein riesiger Fjord. Und das im Süden. Steht man oben und schaut hinunter in die schmale Meeresenge, fühlt man sich wie im südlichsten Norwegen der Welt – denn das Wasser ist glasklar und türkis. Man kann den Fjord auch „von unten“ erkunden und staunt dann gleichermaßen über die riesigen Berge über sich.
Einfach nur “wow”
Weiter geht es dann nach Rovinj – einer sehr romantischen und alten Stadt an der kroatischen Adria. Der Stadtkern ist wie ein Kreis aus lauter Häusern aufgebaut, die sich bis oben auf dem Berg, wo die weiße Kirche der Stadt liegt, aneinander reihen. Besonders abends ist es hier schön, da das Meer durch Lichter am Meeresgrund beleuchtet ist.
Auch Porec ist einer dieser schönen Orte. Von hier aus kann man gradlinig, einmal über die Adria, mit dem Schiff nach Venedig fahren. Ein Tagestrip kostet ca. 50 EUR und ist absolut empfehlenswert.
Die schönste Stadt Istriens ist jedoch zweifelsfrei Pula. Sie liegt am unteren Zipfel der Halbinsel Istriens. Direkt hinter dem Meer steht das große Amphitheater und ist einfach nur „wow“. Im Sommer geben sich hier regelmäßig die Stars die Klinke in die Hand und beim jährlichen Filmfestival, natürlich open air, ist für jeden etwas dabei! Weitere Informationen erhaltet ihr auf der folgenden Homepage: http://www.pulainfo.hr/de. Weiterhin gibt es noch ein altes Stadttor in Pula, einen riesigen Markt am Ende der Shopping mall und, ganz wichtig: super Badebuchten.
An der kroatischen Adria sind zumeist Steinstrände angesagt. Man sollte also auf jeden Fall Badeschlappen anziehen – zugegeben: Es sieht nicht unbedingt besonders sexy aus, aber eure Füße werden es euch danken. Denn in der Adria gibt es viele Seeigel, deren Stachel ordentlich pieksen. Das Wasser ist aber durch die steinigen Strände dementsprechend klar und man kann wirklich jeden und alles sehen, der oder das sich im Meer unter einem bewegt. Es gibt sogar eine Badestelle in Pula, in der man sich vorkommt wie in einem richtigen alten römischen Schwimmbad; und das draußen, in der Natur. Wer es lieber sandig mag, sollte in den Stadtteil Pjescana Uvala fahren, denn hier gibt es eine kleine Sandbucht zum baden.
Titos Tiere
Des Weiteren kann man von Pula aus einen Ausflug zu den Brijuni-Inseln machen. Hier lebte der damalige jugoslawische Staatspräsident Tito und empfing seine Staatsgäste, die ihm zumeist Tiere als Geschenke mitbrachten. Deshalb ist die Hauptinsel („Veli Brijuni“) der Inselkette auch heute noch eine Art Zoo. Viele Tiere laufen hier frei herum. Außerdem befindet sich auf der Insel ein Museum über den ehemaligen Staatspräsidenten Tito. In der Adria zwischen Kroatien und Italien sollen übrigens auch Delfine leben.
Verlassen wir nun Istrien und machen uns auf die Reise weiter gen Süden. Dafür geht es zunächst nach Rijeka. Zugegeben: Die Kulisse dieser Stadt sieht aus der Entfernung nicht wirklich schön aus: Ein riesiger Industriehafen prägt das Stadtbild. Dafür bietet Rijeka aber eine schöne Innenstadt.
Auf dem weiteren Weg in Richtung Süden sollte aber unbedingt die Insel Krk besucht werden. Diese Insel ist Natur pur! In wunderschönen und sauberen Badebuchten hkann man Wassersport machen aber auch schön entspannen und in der Sonne brutzeln.
Paradies an der Grenze
Nach diesem Tagesausflug geht es weiter zu dem Nationalpark Kroatiens: die Plitvicka jezera (Plitvicer Seen oder Plitwitzer Seen). Der Nationalpark liegt innerhalb des Landes, nahe der bosnischen Grenze. Wer es noch nicht weiß: Karl Mays Film „Der Schatz im Silbersee“ wurde hier gedreht.
Dieses Naturspektakel ist einmalig und somit zu Recht ein Unesco Welnaturerbe. Um zu den verschiedenen Seen zu gelangen, kann man mit einem Flussschiff fahren und das türkise Wasser genießen. Mittels verschiedener Fußwege kann man neben - aber auch über - das Wasser gehen. Außerdem gibt es gigantische Wasserfälle und die meisten, die hier waren, haben so etwas Schönes wohl noch nie gesehen.
Zum Abschluss dieser Rundreise geht es nun nach Dubrovnik in Süddalmatien. Weltbekannt ist die riesige Stadtmauer, an der die Wellen der Adria brechen. Man kann an mehreren Stellen in die Stadtmauer „einsteigen“ und somit einen eigenen Rundgang über das historische Dubrovnik machen. Man erhält atemberaubende Blicke über die Dächer der Stadt, über die Weite des Meeres und über umliegende Inseln.
Dubrovnik gehört zum Unesco Weltkulturerbe. Wer einmal hier ist, sollte auf jeden Fall die Stadtmauern erklimmen.
Die Innenstadt ist ein länglicher Korso mit ein paar Geschäften. Nun zum kulinarischen Kroatien: Was ihr unbedingt neben den originalen Cevapcici probieren müsst, ist „pita“. Das ist eine gefüllte Teigtasche, die es je nach Geschmack gefüllt gibt mit Fleisch, Käse oder Kartoffeln. Die Einheimischen essen dieses Gericht mit Naturjoghurt oder Schmant. Man kann die pita kalt oder warm genießen. Sie kostet nicht viel, es gibt sie eigentlich bei jedem Bäcker und sie ist perfekt für den Strand.


