Dozentenkritik: Her mit eurer Meinung!
Mai 27th, 2008 11:22 von Redaktion in • UniversitätVon BJÖRN SCHILDT
Her mit eurer Meinung – was soll das? Natürlich tauscht ihr euch aus, das hört man zwischen den Vorlesungen immer wieder. „Prof. XY macht gute Vorlesungen und bewertet fair.“, hört man genauso wie „Prof. YZ ist eine einzige Katastrophe!“. Wäre es nicht also gut, wenn man sich in größerer Runde austauschen könnte und dieses dann bei der nächsten Kursbelegung für Kurse sorgt, die euch Spaß machen?
Was also fehlt auf dem Flensburger Campus, sind Vorlesungskritiken. Vorlesungskritiken sind keine Erfindung des Flensburger AStAs, sondern schon seit Jahrzehnten ein wichtiger Bestandteil des Campuslebens. Wobei das Wort „Kritik“ nicht nur negativ behaftet sein soll. Gerade die Tipps zu guten und interessanten Vorlesungen sind für euch Gold wert. Natürlich kann man durch eine bissige Vorlesungskritik auch seinen Frust abladen und seine Kommilitonen „warnen“. Und diese Ehrlichkeit ist auch gewünscht. Wir brauchen kein Blatt vor den Mund zu nehmen und wollen es auch nicht. Also, ein Aufruf an euch – schreibt Vorlesungskritiken und nutzt diese Chance, um euch das eh schon anstrengende Studierendenleben durch angenehme Kurse etwas zu versüßen!
Ihr denkt jetzt sicher, „Warum soll denn gerade ich eine Vorlesungskritik schreiben, wo ich doch nächste Woche ein Referat halten muss, noch zwei Hausarbeiten anfertigen muss und zudem ja noch andere Kommilitonen in dem zu kritisierenden Kurs sitzen?“ Natürlich kenne ich als BA-Student im zweiten Semester euren Druck und die nicht wartende Arbeit genauso wie ihr, aber wenn alle so denken, dann zieht ihr auch keinen Nutzen draus. Denkt immer daran, zusammen studiert es sich angenehmer und die vorher investierte Zeit zahlt sich im nächsten Semester wieder aus, wenn ihr durch hilfreiche Vorlesungskritiken Vorlesungen und Seminare gewählt habt, in denen der Dozent / die Dozentin auch eine gute Arbeit leistet – was leider nicht immer der Fall ist, aber wem erzähle ich das, ihr seid selber Studierende.
Ich stelle mir gerade die erbosten Gesichter und roten Köpfe im Rektorat und in der Dozentenriege vor, wenn mal eine schlechte Vorlesung vorgestellt wird. Aber auch an die Dozenten, auch Sie haben einmal studiert und wissen sicherlich vom Nutzen der Vorlesungskritiken, auch wenn Sie jetzt auf der anderen Seite stehen. Natürlich gefällt es niemandem, wenn er die Zielscheibe von Kritik ist. Aber nutzen doch auch Sie diese Plattform, um einen kommunikativen Diskurs mit den Studierenden zu führen.
Ihr denkt euch jetzt auch: „Ich bin doch nicht verrückt. Ich schreibe eine Vorlesungskritik über eine Vorlesung, in der wir mit dreißig Leuten sitzen, und bekomme dann von meinem Dozenten / meiner Dozentin dafür auf den Deckel!“ Wenn ihr nicht wollt, dass euer Name mit der Vorlesungskritik in Verbindung gebracht wird, dann wird euer Artikel anonym unter dem Namen des AStAs abgedruckt. Dann wissen nur wir, von wem der Artikel stammt und ihr müsst keine Konsequenzen fürchten. Lasst uns einfach euren Artikel zukommen, egal ob ihr ihn beim AStA abgebt oder per E-Mail schickt.
Wie soll so eine Vorlesungskritik aussehen? Es ist ganz egal, ihr entscheidet über die Form. Es gibt keine Mindestlänge für eine Vorlesungskritik, aber ihr könnt euch denken, dass eine Vorlesungskritik, die lautet: „Frau Professorin XY macht schlechte Vorlesungen.“ niemandem etwas bringt. Schreibt am Besten, was euch gefallen bzw. nicht gefallen hat. Woran liegt es, dass euch die Vorlesung nicht gefallen hat? Konnte man die Dozenten mal wieder nicht verstehen, weil sie es nicht fertig bringen, im Audimax ins Mikrofon zu sprechen oder habt ihr vielleicht einen Geheimtipp?
Der AStA arbeitet an einem Vordruck, auf dem ihr Vorlesungen schnell und einfach bewerten könnt. Habt ihr Interesse, regelmäßig Vorlesungskritiken zu schreiben oder euch sonst irgendwie einzubringen? Dann schaut einfach mal beim AStA vorbei.
Also, liebe Kommilitonen, rafft euch auf und helft euch selber, bevor es keiner tut! Und liebe Dozenten, wenn alles in Ordnung ist, dann gibt es ja keinen Grund sich aufzuregen.


