Seit 15 Jahren weltwärts mit “artefact”, …
Januar 13th, 2009 05:18 von Redaktion in Flensburg…dem Zentrum für nachhaltige Entwicklung und “globales Lernen” in Glücksburg
Von OLIVER SCHIMKUS
Zum Umwelteinsatz nach Ostafrika und damit zu aktuell 15 Einsatzorten in Uganda, Rwanda und Tanzania entsendet „artefact“ Freiwillige, welche sich für nachhaltige Entwicklung engagieren wollen. Die Bewerber nehmen in diesem Winter an umfangreichen Seminaren teil, die sie auf ihren Einsatz in den Zielgebieten vorbereiten sollen.
„artefact“ ist das Zentrum für nachhaltige Entwicklung in Glücksburg, das mit seinem praxisnahen Bildungsangebot seit mittlerweile 15 Jahren den Austausch von Nord und Süd unterstützt und in erster Linie die Entwicklung der Infrastruktur nachhaltiger Energiequellen forciert. „Globales Lernen“ ist hier das Stichwort, welches die Weltausgangslage in Sachen Energieversorgung verbessern könnte. Neben zahllosen Fachseminaren für Entwicklungsorganisationen, hiesige Ingenieure und Techniker wurden bei artefact in den letzten Jahren auch Vorbereitungskurse mit dem Schwerpunkt Solarenergie für die Freiwilligeneinsätze der deutsch-tanzanischen Partnerschaft, DTP e.V., durchgeführt.
Mit der Initiative „solivol“ ist die gemeinnützige Gesellschaft nun auch selbst Entsendeorganisation geworden, nämlich für das Freiwilligenprojekt „weltwärts“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ). „Weltwärts“ bietet Bundesbürgern im Alter zwischen 18 und 28 Jahren an, sich ehrenamtlich im Ausland für nachhaltige Entwicklung einsetzen zu können. 75 Prozent der Kosten werden vom BMZ übernommen.
Maßgabe für die Entsendung Engagierter ist aber, dass sich die Teilnehmer an den Seminaren vor und nach dem Auslandsaufenthalt beteiligen, welche bei „artefact“ gegeben werden. „Das ist auch wichtig“, sagt Werner Kiwitt von „artefact“. Umfangreiche Vorkenntnisse seien nicht die Vorausset-zung für die Teilnahme, jedoch wären Interesse und Lernbereitschaft zwingend erforderlich, da man in Afrika auf eine zur mitteleuropäischen sehr unterschiedliche Kultur stieße. Die Teilnehmer müssten für die aufkommenden entwicklungs- und gesellschaftspolitischen Themen sensibilisiert werden. Ziel sei es nicht, die Helfer vor unlösbare Probleme zu stellen, sondern einen organisierten Einsatz zu ermöglichen, der gegenseitiges Lernen voneinander und Austausch auf Augenhöhe ermögliche.
Mit entsprechender Sachkenntnis bietet „artefact“ die Voraussetzung für das Vorhaben und entspricht dabei seiner ursprünglichen Zielrichtung. Das Kunstwort „solivol“ setzt sich aus den Begriffen Solar und Volunteer zusammen. „solivol“ soll außerdem Nord-Süd-Partnerschaften von Schulen, Universitäten und Gemeinden unterstützen, den Einsatz von energieeffizienten Geräten und erneuerbaren Kleinanlagen erproben und bekannt machen wie auch Aus- und Weiterbildungsaktivitäten zum Klimaschutz vermitteln. Durch praktische Mitarbeit sollen die nachhaltigen Aktivitäten der Partner vor Ort in den Einsatzgebieten unterstützt und den Teilnehmern interkulturelle Erfahrung ermöglicht werden. Diese Chancen zu gesellschaftlichem Engagement und persönlicher Entwicklung eröffnen sich jedem Beteiligten, was sich nicht nur auf die Zeit des Auslandsaufenthalts beschränkt.
Interessenten können sich auf den Seiten von „artefact“ (www.artefact.de/solivol/home) und des BMZ (www.weltwaerts.de) über die Möglichkeiten informieren. Auskunft erteilt das Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, Bremsbergallee 35 in 24960 Glücksburg auch direkt. Anfragen bitte per Email an xxx.


